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Wunschobstbaum mit der persönlichen Lieblingssorte selber veredeln
Im Herbst 2014 habe ich begonnen einen Obstsortengarten auf über 2 Hektar anzupflanzen, in welchem mittlerweile weit über 200 Obstsorten gedeihen.
Mittlerweile veredle ich die meisten meiner Obstbäume selber - so kann ich z.B. auf einen jungen Kriecherlbaum meine Lieblingspflaumensorte und/oder Marille veredeln. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Die Kosten für einen Obstbaum sind dadurch auch stark minimiert.
Viele Obstbaumbesitzer haben einen Lieblingsobstbaum in ihrem Garten stehen, von welchem sie oft den Sortennamen nicht mehr kennen und gerne erhalten möchten. Dafür ist es sinnvoll sogenannte Edelreiser dieser Sorte auf einen anderen Baum derselben Obstart oder einer speziellen Veredelungsunterlage zu veredeln/abzusichern.
Zunehmend an Bedeutung gewinnt die Umveredelung von Obstsorten, die dem Gartenfreund nicht mehr munden, es jedoch schade wäre, einen gesunden Baum deshalb zu fällen.
Oftmals passiert es auch, dass ein Steinobstbaum abstirbt (z.B. Marille) und nun treibt die Veredelungsunterlage heraus. Dies ist eine sehr gute Möglichkeit, um mit geringsten Kosten und Aufwand, die eigene Wunschsorte darauf zu veredeln – oder vielleicht auch mehrere Sorten auf einem Baum.
Ist es nicht so, dass man oft im Sommer von einer Obstsorte viel zu viel ernten kann? So kann man die Obsternte von einem Baum auf das ganze Jahr aufteilen – z.B. eine Sommersorte, eine Herbst- und Wintersorte. Auch der optische Anblick kann in der Blüte und später bei Fruchtbehang sehr schön sein.
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Ich freue mich bereits auf den Frühling, wenn bei meinem Mauerbienenhotel wieder der Bär los ist und es so summt und brummt, wie hier in der Videoaufnahme zu hören ist
Mauerbienen sind weitaus effizientere Bestäuber als Honigbienen, da sie bei jedem Blütenbesuch mehr Pollen transportieren, oft 20- bis 80-mal so effektiv sind und auch bei kühleren Temperaturen fleißig sind, was sie ideal für den Obstanbau macht. Man geht davon aus, dass ca. 600 Mauerbienenweibchen eine Bestäubungsleistung von zwei Bienenvölkern haben. Allein in Japan werden gegenwärtig ca. 75 % aller Obstanbauflächen durch Mauerbienen bestäubt.
Warum Mauerbienen so viel effektiver sind:
- Pollen-Sammeltechnik: Anders als Honigbienen sammeln Mauerbienen den Pollen nicht in Pollenhöschen, sondern an Haaren am Bauch. Dadurch pressen sie beim Blütenbesuch den Pollen fest auf die Narbe, was zu sehr guten Bestäubungs- und Befruchtungseffekten führt. Studien zeigen, dass Wildbienen mit der gleichen Anzahl Blütenbesuchen einen doppelt so hohen Fruchtansatz erzielen wie Honigbienen.
- Standorttreue (Tracht-Treue): Mauerbienen haben einen kleinen Sammelradius (oft nur 300 Meter), was bedeutet, dass sie sich auf wenige Pflanzen konzentrieren und diese sehr gründlich bestäuben, im Gegensatz zu weit umherfliegenden Honigbienen.
- Temperatur-Unabhängigkeit: Sie sind auch bei niedrigeren Temperaturen aktiv, wenn Honigbienen oft im Stock bleiben, was die Bestäubung in kühlen Frühjahren sichert. Sie fliegen vom frühen Morgen bis weit in die Abend-Dämmerung hinein. Die gehörnte Mauerbiene Osmia cornuta fliegt bei Sonnenschein bereits ab 4°C. Sie fliegen auch bei Wind. Wenig Flug findet bei bedecktem Himmel und Regen statt. Eine einzelne Mauerbiene kann bis zu 5000 Blüten pro Tag bestäuben.


