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Die wohl köstlichste Frucht des Nordens
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In diesem Jahr darf ich dankbaren Herzens erstmals seit dem Kauf von acht Jungbäumen vier verschiedener Sorten der Indianerbanane zahlreiche Früchte ernten, nachdem ich in den Jahren zuvor teilweise nur kleine Kostproben bekam.
Die Indianerbanane, botanisch Asimina triloba wird auch als Paw Paw, Dreilappige Papau oder Pawpaw bezeichnet.
Pawpaw-Früchte sind süß, haben eine puddingartige Konsistenz und schmecken nach einem tropischen Fruchtcocktail aus Banane, Mango, Ananas, Maracuja und Cherimoya mit einem leichten Vanilleton. Die Konsistenz des gelben Fruchtfleisches ähnelt der einer Banane bis hin zu Avocado. Es zergeht auf der Zunge, ist sehr nahrhaft und hat einen erfrischend exotischen Geschmack, der mit keiner unserer mitteleuropäischen Früchte vergleichbar ist. Das cremige Fruchtfleisch ist innen mit großen scheibenförmigen, braunschwarzen Kernen durchsetzt. Man genießt die Früchte pur, halbiert sie, entfernt die dicken Samen und löffelt das cremig-weiche Fruchtfleisch aus der Schale.
Der Reifezeitpunkt liegt, je nach Sorte, im September bis Oktober. Der richtige Erntezeitpunkt der Früchte ist gekommen, wenn sich die grasgrüne Schale ein wenig aufhellt. Die Frucht ist reif, wenn sich ihre Haut durch sanften Druck mit den Fingern (ähnlich den Pfirsichen) leicht eindrücken lässt und sich leicht vom Zweig lösen lässt. An vollreifen Früchten können sich braune oder schwarze Flecken auf der Schale entwickeln. Zur Reifezeit verströmen sie einen sehr charakteristischen süßen Duft tropischer Früchte – auch die Kerne duften wunderbar, wenn man sie zum Trocknen im Zimmer auflegt. Für den Verzehr muss die Indianerbanane richtig vollreif sein – bei einer Konsistenz wie eine halbreife Avocado schmeckt sie nicht besonders gut – ähnlich wie eine unreife Banane. Bei Zimmertemperatur sind reife Früchte jedoch nur 2–3 Tage, im Kühlschrank etwa eine Woche haltbar. Am besten schmecken sie, wenn zum Ende der Reifezeit auch die Sonne schien.
Die Einzelfrüchte werden zwischen 50 und 250 g schwer, können aber auch ein maximales Gewicht von bis zu 500 g erreichen.
Pawpaw-Früchte besitzen mit 80 kcal pro 100 g Fruchtfleisch einen sehr hohen Nährwert. Bezüglich der Inhaltstoffe sind sie der Banane ähnlich. Sie haben 1,2 % Protein, 1,2 % Fett (mit der Schale), 18,8 % Kohlenhydrate, 18,3 mg/100 g Vitamin C. Darüber hinaus ist noch der hohe Mineralstoff-und Aminosäuregehalt nennenswert, denn diese sind im Vergleich mit Apfel, Orange oder Banane weitaus höher. US-Forscher haben zudem festgestellt, dass die Früchte eine krebshemmende Wirkung besitzen.
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Blaue Weintrauben - entgiftendes Superfood zur vielseitigen Heilung dank Resveratrol und OPC
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Ab Anfang September reifen bei mir auf zwei riesengroßen Weinstöcken eine reiche Fülle an blauen sehr aromatischen, süß-säuerlichen Weintrauben mit einer sehr weichen Haut. Es handelt sich um die sehr alte Sorte „Niederrother Mönchsrebe“ welche sehr starkwüchsig und reichtragend ist. An Bauernhöfen sind von dieser Sorte oft sehr alte Stöcke vorzufinden. In den letzten Jahren konnte ich leider immer nur wenige davon ernten, da von Mehltau befallen und die Vögel waren auch immer ziemlich schnell, welche diese kleinen Trauben heiß begehren. In diesem Jahr haben sie Gottseidank kaum Mehltau – entweder, weil ich sie frühzeitig ab Anfang August, als sich erster Mehltau an den Blättern zeigte, mit effektiven Mikroorganismen gespritzt habe – oder aber es liegt an dem reichlichen Regen bzw. beides zusammen. Auch meine Zucchini und Gurken haben heuer noch kaum Mehltau, obwohl in anderen Gärten schon alles kaputt ist.
Besonders gerne verwende ich diese Weintrauben neben dem puren Rohgenuss auch als Ersatz für Zitrone/Essig zur Salatmarinade – ähnlich wie ich es auch mit den roten Ribisel mache, indem ich sie einfach zerdrücke. Mit den Weintrauben schmeckt der Salat noch deutlich besser, da aromatischer. Aufgrund der geringeren Säure benötigt man hier natürlich deutlich mehr Früchte – ich verwende etwa die Hälfte vom Gemüse.
Sehr gut harmonieren die Trauben z.B. in einem Karotten-Fenchelsalat, einem Salat mit roher Roten Beete und Sommerportulak/Vogelmiere oder Gurkensalat. Im Herbst schmecken sie dann auch herr-lich zu all den winterlichen Blattsalaten.
Ich verkaufe diese Weintrauben heuer zur Selbsternte für sehr günstige 1,5 €/kg – gepflückte Trauben um 3 €/kg. Wer mag kann mir als zusätzlichen Energieausgleich natürlich auch sehr gerne bei einer Kleinigkeit in meinem großen Garten helfen.
Im September 2019 habe ich einen ausführlichen Beitrag zum hohen gesundheitlichen Wert der dunklen Weintrauben verfasst, welchen ich hier nachfolgend teile.


